2. Odenwälder Apfelherbst

Alle Artikel aus der Odenwälder Kartoffelsupp

WIESO? WESHALB?

WARUM ODENWÄLDER APFELHERBST lockt die Leute

ODENWALD (mng.) Vom 9. September bis zum 18. November findet der 2. Odenwälder Apfelherbst statt. Rund um das Thema Apfel beteiligen sich in diesem Zeitraum Hersteller, Gasthäuser, Direktvermarkter, Betriebe und Vereine an den zahlreichen Aktionen und Veranstaltungen. Dabei verweisen sie auf die Produkte der heimischen Streuobstwiesen. Der 2. Odenwälder Apfelherbst ist eine Initiative des „Fördervereins Odenwälder Apfel“ und gilt als Beitrag zum Erhalt unserer Kulturlandschaft. Die Kooperationspartner kommen aus dem gesamten geografischen Odenwald, teils aus angrenzenden Regionen. Somit sind der Auswahl der passenden Veranstaltung keine Grenzen gesetzt. Die über 25 Örtlichkeiten sollen Lust auf Odenwälder Äpfel von den heimischen Streuobstwiesen machen. Dass die Früchte gesund sind, weiß jeder. Deshalb greift der „Odenwälder Apfelherbst“ viel weiter und möchte vollumfänglich über alle Aspekte informieren, die das Thema beinhaltet. Dabei geht es um den Erhalt der Streuobstwiesen. Man denke auch an das fatale Sterben der Bienen! Baumpflegeaktionen mit den Fachwarten komplettieren diese hilfreichen Bestrebungen durch das Anbieten von Kursen für den richtigen Schnitt. Massive Maßnahmen sind erforderlich, um die negative Entwicklung einzudämmen. Unsere lokalen Keltereien gehen mit gutem Beispiel voran. Sie bevorzugen das Obst aus diesen Arealen. In den Ortschaften werden Kinder in das Pressen von frischem Most eingebunden und so für gesunde Getränke jenseits vorgefertigter oder künstlich kreierter Substanzen sensibilisiert. Natürlich kommen auch Feinschmecker nicht zu kurz, wenn sie in ausgesuchten Lokalen prima Apfelgerichte speisen oder die edlen Produkte der regionalen Brenner kennenlernen. Sogar Schulen bieten nun Projekte an, die den Apfel in den Vordergrund rücken. Und so ist der ausrichtende „Förderverein Odenwälder Apfel“ in Zusammenarbeit mit Landwirten, Kelterern, Brennern und Imkern von der Sinnhaftigkeit dieses Angebots überzeugt. Infos unter www.odenwaelder-apfel.de

Dies ist der Star der Manege beim 2. Odenwälder Apfelherbst! (Foto: mng)

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Mobil und agil für das gemeinsame Ziel

FÖRDERVEREIN ODENWÄLDER APFEL

ODENWALD (mng.) Der Erfolg liegt wohl in der Bündelung von geballtem Expertenwissen, das die einzelnen Mitglieder gerne teilen und somit ein dicht gewebtes Netzwerk bilden. Dies wiederum kommt der Sache zugute, die im Fokus des Fördervereins steht. Und die wiederum setzt sich aus vielen Sachgebieten zusammen. Oberste Priorität genießt bei den zirka hundert Akteuren der Erhalt und die Pflege der Odenwälder Kulturlandschaften, insbesondere der Streuobstwiesen. Ebenso liegt die Verbreitung und der Bestand alter, regionaler Apfelsorten den emsigen Naturfreunden am Herzen. Hierzu zählt selbstverständlich die Vermarktung und Förderung dieser beliebten Früchte, die von Kennern als Apfelsaft, Apfelwein oder Apfelbrand geschätzt werden. Hinzu kommen freilich auch Gelees, Kuchen und andere Speisen, die aus den runden Rollern kreiert werden. Um dies alles leisten zu können, engagieren sich Kelterer, Brenner und Gastronomen, die mit Handwerksbetrieben, Landwirten, Imkern und Direktvermarktern kooperieren. Mit im Boot sind ebenso viele Städte, Gemeinden und Organisationen, die sich für den Erhalt des regionalen Streuobstes einsetzen. Als besondere Leistung bietet der Förderverein regelmäßige Fachwartkurse zur Obstbaumpflege an und kümmert sich um die Einrichtung einer Apfelsortenbank für den Odenwald. Infos unter www.odenwaelder-apfel.de

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Mit Kobold Kieselbart das Felsenmeer erleben

Schatzsuche schärft die Sinne und lehrt die Natur

LAUERTAL (mng.) Über die Hälfte der Eltern halten es für zu gefährlich, Kinder im Wald spielen zu lassen. Fast ein Fünftel aller Kinder hat noch nie ein frei lebendes Tier gesehen, die Hälfte ist noch nie auf einen Baum geklettert. Das lässt sich ändern. Denn bei Kobold Kieselbart im Felsenmeer können Familien erfahren, worauf es in der Natur ankommt: Mit den Füßen fest auf der Erde stehen, mit allen Sinnen die Natur in sich aufnehmen, sich orientieren. Aber auch mit Himmelsrichtungen und Höhenangaben in der Karte Merkmale im Wald finden. Darum geht es dabei. Zugleich erleben die Familienmitglieder wohltuende Bewegung im Freien, bei der die Kinder gar nicht merken, dass sie im Prinzip wandern. Den Wald als Zauberwelt begreifen, eintauchen in Märchen voller Feen, Elfen, Zwerge und Kobolde. Die Welt hinter den Dingen entdecken oder als wilde Räuber durch das Felsenmeer toben. Diese Erlebnisse bieten Kobold Kieselbarts Schatzsuchen. Denn der kleine Kerl kennt das Felsenmeer wir kein anderer. Von ihm kann man erfahren, was es mit den beiden Riesen und den alten Römern auf sich hat. Dabei erzählt er viel über Flora, Fauna und natürlich über die Rätsel der Felsen.

Für Kinder ab 5 Jahre gibt es eine geheimnisvolle Kobold-Tour. Die wilde Räuber-Schatzsuche und die romantische Märchen-Schatzsuche ab 7 Jahre und die mystische Suche nach dem Ei des Felsenmeerdrachens ab einem Alter von 9 Jahren. Nach oben sind freilich keine Grenzen gesetzt. Kieselbart nimmt Kindergeburtstage, Schulklassen, Ferienspielgruppen und auch Erwachsene mit in sein verzaubertes Felsenmeer. Übrigens weiß Kieselbart auch, von wem der Apfel seinen Namen bekommen hat: Das waren die beiden Riesen, die…Nein, die ganze Geschichte muss man sich schon selbst auf einer Kobold-Tour erzählen lassen!

Am Sonntag, dem 16. September, gibt Kieselbart diese und andere Anekdoten preis, da bei der Führung „Das Felsenmeer – Geotop mit Geheimnis!“ im Rahmen des diesjährigen Apfelherbstes zu allerlei Wissenswertem und kreativer Kurzweil eingeladen wird. An diesem bundesweiten Tag des Geotops wird auch die Entstehung des Felsenmeeres gelüftet. Zwei Versionen werden geboten: die geologische und die vom Streit der zwei Riesen. Man darf gespannt sein! Kontakt und Anmeldung: Für das „Geotop mit Geheimnis“ bis Dienstag, den 11. September. Für eigene Termine ganzjährig:

Felsenmeerdrachen

Marieta Hiller und Kobold Kieselbart
Waldstraße 2
64686 Lautertal
Tel. 06254 / 9403010

www.felsenmeerdrachen.de

Kennt sich bestens im Felsenmeer aus: Kobold Kieselbart (Foto: privat)

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Hoheit trägt die Ideen des Fördervereins ins Land

Apfelkönigin Melanie II. repräsentiert mit Herz und Verstand

In diesem Jahr trägt Melanie II. die hehren Ziele des regionalen Apfels ins Land und repräsentiert die Schaffenden rund um die Idee. (Foto: privat)

ODENWALD (mng.) Mit Melanie Müller haben die wackeren Aufrechten für den Erhalt des regionalen Apfels seit vergangenem Jahr eine versierte Mitstreiterin gefunden. Der bekannten Waldschenke Fuhr auf der Juhöhe bei Mörlenbach entstammend, setzt sie sich als 10. Odenwälder Apfelkönigin mit ganzem Herzen für die gute Sache ein und repräsentiert mit begeistert dieses schützenswerte Kulturgut der heimischen Streuobstwiesen. Ihren Dienst verrichtet die sympathische Hoheit im Auftrag des Hotel-und Gastronomieverbandes (DEHOGA) Kreisverband Bergstraße, der Gastgewerbebetriebe und vieler weiterer Unterstützer. Melanie II. steht für das Engagement und die Ideen von Naturschützern sowie Obstbauern. Gleichermaßen vertritt sie Landwirte, Gastronomen und für die Sache aktive Privatleute bei ihren Auftritten. Damit steht die Dame bedingungslos für den Erhalt der Artenvielfalt des Odenwaldes und der Bergstraße ein. Das wiederum schützt die Natur und bildet die Basis mannigfaltiger Gaumenfreuden. Begegnen kann man der Dame im Odenwald auf regionalen, aber auch auf überregionalen Veranstaltungen und offiziellen Anlässen.

Achtung: Am Samstag, dem 29. September, findet von 11 bis 17 Uhr im Hof der Gaststätte ihrer Eltern ein Kelterfest statt. Dass die adelige Tochter dabei anwesend sein wird, versteht sich von selbst. Somit wird die Waldschenke Fuhr zur königlichen Residenz. Es locken frischer Süßer, Apfelwalzer von Max Bäumlisberger, Apfel- und Zwiebelkuchen sowie Bergsträßer Federweißer.

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Alles über den Umgang mit Hochstämmen

Fachwart lädt zum Gang über die Streuobstwiesen ein

Bevor ein prima Apfelwein im Bembel ruht, bedarf es einer besonderen Pflege des Baumes. Fachwart Hans Helmut Börner gibt auf seinem Rundgang tolle Tipps. (Foto: mng)

BEERFURTH (mng.) Zu einem zirka vier Stunden dauernden Rundgang über regionale Streuobstwiesen lädt Fachwart Hans Helmut Börner am Samstag, dem 20. Oktober, um 9.30 Uhr ein. Man trifft sich am Parkplatz des Schwimmbades. Der Kenner wird über Baumkrankheiten, Baumschnitt und Schädlinge sprechen. Dabei gibt Börner Tipps für einen langen und ertragreichen Baumerhalt. Versüßt wird der Rundgang mittels eines kleinen Umtrunks mit Apfelwein und Saft von der Kelterei Krämer. Auch ein Snack ist eingeplant. Hierzu treffen sich die Teilnehmer an der Apfelannahmestelle des Familienbetriebes. Unter Tel. 06164 / 4021 oder der Email: hanshelmut.boerner@web.de wird um frühzeitige Anmeldung gebeten.

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Fachwissen rund um den Apfelbaum

Kompaktkurs für Fachwarte im Angebot

ODENWALD (mng.) In Zusammenarbeit mit dem Förderverein Odenwälder Apfel veranstaltet der Kreisverband Odenwald-Dieburg für Obstbau, Garten und Landschaftspflege im kommenden Jahr abermals einen Kompaktkurs für Fachwarte zur Obstbaumpflege. Dabei werden in acht Tagesseminaren in der Zeit von Anfang Februar bis Anfang August die Grundlagen in Theorie und Praxis vermittelt. Zur Sprache kommen dabei Sinn und Zweck der Pflege, verschiedene Wachstumsgesetze sowie Anmerkungen zur Pflanzenphysiologie. Ebenso werden die Entwicklungsphasen, Wissenswertes zur Baumgesundheit sowie Kenntnisse zur Schnitttechnik und eine Einführung in den Umgang mit Schnittwerkzeugen verständlich aufbereitet. Anhand praktischer Übungen wird dann das erzielte Wissen vertieft. Dazu gehören auch die Pflanzung, die Erziehung und die Pflege von jungen und alten Bäumen. In dem Seminar wird ebenfalls deren Veredelung gelehrt und ein Überblick zur Bienenhaltung gegeben. Verschiedene Referenten mit einem breiten Spektrum an Fachwissen vermitteln den Teilnehmern einen weitreichenden Einblick in die Lebensweise von Obstbäumen und in die damit verbundene Pflege. Damit trägt dieser Kurs dazu bei, dass das Wissen um die heimischen Streuobstwiesen nicht verloren geht. Anmeldungen beim Kreisverband OLG Odenwald-Dieburg nimmt entgegen:

Hans Helmut Börner
Langlosenweg 3
64385 Reichelsheim
Tel. 06164 / 4021
Email: hanshelmut.boerner@web.de

Die Leitern für den Fachwartkurs werden vom Veranstalter gestellt. (Foto: Börner)

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Sammelbestellung für Obstbäume läuft an

STREUOBSTWIESENRETTER: Herbstzeit ist Pflanzzeit

(mng.) „Auch in diesem Jahr bietet die Abteilung Raumentwicklung, Landwirtschaft und Denkmalschutz des Kreises Bergstraße in Kooperation mit dem Gewässerverband Bergstraße die Möglichkeit der günstigen Sammelbestellung für hochstämmige Obstbäume“, teilen die Aktivisten der `Streuobstwiesenretter´ mit, die selbst an der Aktion beteiligt sind. Die Obstbäume mit einer Mindest-Stammhöhe von 1,80 Meter eignen sich für Streuobstwiesen und größere Gärten. Sie werden zum Preis von 20 Euro angeboten. Zusätzlich kann für 8 Euro ein Pflanzset bestehend aus Pfahl, Draht und Material zum Anbinden erworben werden. In den ersten Jahren verlangen die Bäume eine gute Anwachspflege, fortlaufende Schnittmaßnahmen sowie 5 bis 6 Meter Freiraum nach allen Seiten. Auch sollte man auf die Grenzabstände zu den Nachbargrundstücken achten. Die Sortenliste ist von Anfang September bis zum 2. Oktober im Internet abrufbar. Unter der Eingabe: „www.kreis-bergstraße.de, Bürgerservice, Formulare O wie Obstbaum“ kommt man zum Ziel. Ebenso kann man aber auch Tel. 06252 / 15-5006 wählen. Die Ausgabe erfolgt voraussichtlich am 9. November von 13 bis 16 Uhr. Über den Abholtermin werden die Besteller informiert. Eine Abholung ist an diesem Tag erforderlich. Für den Transport im November braucht es ein größeres Fahrzeug, Hänger oder Dachgepäckträger. In Empfang nehmen kann man die Bäume beim Gewässerverband Bergstraße, An der Weschnitz 1, in Lorsch.

Die Aktivisten der Streuobstwiesenretter bei einer Pflanzaktion in Einhausen. (Foto: Streuobstwiesenretter)

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Genusshandwerker bieten beste Gaumenschmäuse

Großer Bauernmarkt am zweiten Wochenende im September

GROSS-UMSTADT (mng.) Wer die Breite und Vielfalt der regionalen landwirtschaftlichen Erzeugnisse schmecken und erleben möchte, liegt mit seinem Ausflugsziel zum „Umstädter Bauernmarkt“ am Samstag, dem 8. und am Sonntag, dem 9. September goldrichtig. Angekommen bei Apfel und „Stöffche“, kann man sich an frischem Most laben und das „Werktagsgetränk“ der Weininselbewohner genießen. Die Früchte gedeihen in der Nachbarschaft zu Birnen, Kirschen, Zwetschgen, Nüssen oder auch Mispeln auf den Streuobstwiesen des Umlandes. Diese sind mit ihrem Artenreichtum an Flora und Fauna unverzichtbar, ja ein hohes und zu schätzendes kulturelles Gut. Durch den weitgehenden Verzicht auf Dünger, bieten sie selten gewordenen Lebewesen eine ökologische Nische.

„Umstadt erzeugt rund ½ Million Liter Wein auf zirka 90 Hektar Anbaufläche, aber auch rund 800.000 Liter Apfelsaft und Apfelwein auf weitaus größerem Areal“, lässt Fachmann Klaus Dummel in seiner Pressemitteilung wissen. „Man muss der mangelnden Pflege mit geeigneten Maßnahmen entgegensteuern“, sagt er und verweist auf Pflanzaktionen standorttypischer Altsorten.

Mit einem eigenen Stand vor dem Rathaus widmet sich die lokale Agenda auf dem Bauernmarkt diesem wichtigen Thema. Man trifft auf Landwirte, Winzer und Direktvermarkter, die die Fragen der Besucher gerne beantworten und einen Einblick in die Arbeit moderner Land- und Energiewirtschaft geben. Abermals konnte die Stadt für diesen als Familienfest konzipierten Markt zahlreiche Organisationen, Verbände, Bauern und Erzeuger gewinnen. Musik und Unterhaltung sorgen für Kurzweil, auf der Speisekarte stehen selbstverständlich regionale Produkte.

Rund um den Marktplatz bis hin zum Darmstädter Schloss gruppieren sich Ausstellungen, Shows und Veranstaltungen mit thematischen Informationen. Mit dabei ist natürlich der Stand der oben erwähnten Agenda, die auch ihr Projekt „Solidarische Landwirtschaft und Ökolandbau“ den Gästen nahebringt. In der Säulenhalle des Rathauses stellen der Bauernverband, der Landesverband Milch und die Arbeitsgemeinschaft Gewässerschutz und Landwirtschaft (AGGL) u. a. ihre Arbeit vor. Das Verschwisterungskomitee bietet Leckereien aus den Partnerstädten an. Vor der Stadthalle zeigt die Jugendfeuerwehr ihr Können. Tiere vom Bauernhof sind freilich ebenfalls vor Ort.

Am Samstag ist der Bauernmarkt von 9 bis 18 Uhr geöffnet, die offizielle Begrüßung durch Bürgermeister, Landrat und dem Bläserchor der Dieburger Jägerschaft findet um 11 Uhr auf dem Marktplatz statt. An den zahlreichen Ständen der Direktvermarkter gibt es unter dem Motto „Frisch und lecker im Landkreis der Genießer“ die kulinarischen Verführungen der Genusshandwerker der Region. Das Programm und nähere Infos kann man auf www.umstaedter-winzerfest.de einsehen. In Kooperation mit dem Gewerbeverein sind sonntags die Geschäfte geöffnet.  

Diese Streuobstwiese bei Raibach trägt zum Erfolg des Bauernmarktes bei. Es gilt, diese Kulturgüter zu hegen und zu pflegen. (Foto: Dummel)

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Der Apfel macht Schule

Das Projekt mit dem Stiel

Junge Apfelbaumpaten bei der Pflege ihrer Pflanzen. (Foto: Projektgruppe)

ERBACH (mng.) „Meistens greifen die jungen Leute in der Region zu sehr süßen, fertig gemischten Getränken“, weiß der diplomierte Sozialpädagoge Alexander Carrasco Torres, der in der Schule am Sportpark in Erbach arbeitet und dort die Idee „Unser Apfel – das Projekt mit dem Stiel“ betreut. Bei seinen Überlegungen war ihm so manche verwahrloste Streuobstwiese ein Dorn im Auge. Den Blick auf Vereine und Verbände gerichtet, stellte der Projektverantwortliche fest, dass dort der Nachwuchs gewonnen werden muss und will. Mittlerweile konnten die für das Kulturgut Apfel Schaffenden den Blick für das Problem schärfen und prima Ergebnisse erzielen: Die jungen Leute lernen die Verarbeitung kennen, beschäftigen sich mit dem Anbau, der Bewirtschaftung und der Pflege der Frucht. Dies geschieht in erlebnispädagogischen Aktionen. Gleichsam ist das Apfelprojekt als Modul des Erbacher Jugendpräventionsprogrammes „Gewalt, Scherben und Alkohol“ zu verstehen. Bereits im vergangenen Jahr wurde dies engagierte Handeln als Siegerprojekt bei der Umweltlotterie GENAU gekürt und im Hessen-Fernsehen in der Sendung „Alle Wetter“ vorgestellt. Die Gewinnprämie diente zur Anschaffung von Werkzeug für die Bewirtschaftung der Streuobstwiesen. In diesem Frühling konnten erstmals alle betroffenen Bäume geschnitten werden, was wohl einen guten Ertrag auch in dieser Saison bescheren wird. Der erzeugte Saft kommt übers Jahr an der Safttheke zu den Schülern, was dem „Kult“getränk dienlich und förderlich ist. Die Nachfrage ist sichtlich gestiegen. Seit 2016 gibt es die flüssige Ausbeute im Trendcafé Träumerei in Michelstadt. „Da ich auch Fachwart für Obstbaumpflege bin, kann ich mein Wissen direkt weitergeben“, freut sich Carrasco Torres. Viele Privatleute konnten als Baumpaten werden und sponserten neue Setzlinge. Einige Jugendliche fühlen sich nun zur Erhaltung der Apfelbäume berufen und legen aus Überzeugung Hand an. Die Beteiligten können stolz sein: Ihr „Projekt mit dem Stiel“ findet Multiplikatoren und ist hinsichtlich vieler Faktoren ein Projekt mit Stil: Kürzlich ist die Imkerei an der Schule hinzugekommen.

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Diese Saftpresse kommt zum Kunden

Streckers mobile Kelter rollt wieder

RIMBACH (mng.) Man hat zum Transport seiner Äpfel keinen Hänger und auch der Kofferraum des Kleinwagens stößt ans Ende seiner Kapazitäten. Was kann man machen? Auf frischen Süßen verzichten, Saft ausschlagen oder gar dem Apfelwein abschwören? „Im Leben nicht!“, sagen sich schlaue Denker. Die nämlich greifen auf das geniale System des Albin Strecker aus Rimbach zurück und lassen die Presse zum Ort des Geschehens kommen. Mit seiner mobilen Kelter ist der clevere Kreative nämlich flexibel. Auf Rädern und demontiert bringt Albin Strecker seine Saftpresse zum Kunden. Zirka 2000 Kilogramm Äpfel reichen, damit er den Einschaltknopf drückt und die Adressen anfährt. Ein Stromanschluss mit 380 Volt und 16 Ampere sowie einen Wasseranschluss und eine Ablaufmöglichkeit reichen. Verfügt man zudem über ungefähr 10 x 8 Meter ebene Stellfläche, kann die Kelter kommen. Nach dem Waschen wandert das Keltergut zerkleinert auf die Packpresse. Dann wird der Saft auf etwa 80° erhitzt und in Saftbeutel zu 5 oder 10 Litern abgefüllt. Jetzt ist er ohne Zusätze haltbar. Nach der Öffnung sogar noch geschätzte 6 Wochen! Verpackt in praktischen Kartons, braucht es wenig Stauraum. Über das Ventil lässt es sich nun bequem zapfen. Durchmischt oder sortenrein? Der Abnehmer entscheidet über die Qualität des Mostes. Drei Tage vor dem Keltertermin gesammelt, ergeben reife Äpfel beste Ergebnisse. Faule Kandidaten sollte man aussortieren. Und wer weniger Keltergut hat? Auch dessen Äpfel werden bei Streckers gepresst. Ab einer Menge von 100 Kilogramm allerdings am Standort in Zotzenbach.

Mit seiner mobilen Kelter kommt Albin Strecker gerne zum Kunden. Hier ein Eindruck der aufgebauten genialen Anlage. (Foto: privat)

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Der Tradition der heimischen Obstbrennerei verpflichtet

Jörg Schäfer ist überzeugter Betreiber seiner Destille

SECKMAUERN (mng.) „Tradition ist nicht die Verehrung der Asche, sondern das Weitertragen des Feuers!“ Diese Weisheit kann auch Jörg Schäfer unterschreiben. Denn seit 1869 verfügt dessen Familie, die auch die Gaststätte „Zum Löwen“ im Ort betreibt, über bestehende Brennrechte. In der fünften Generation an der Destille, kann der Brenner im kommenden Jahr auf das 150jährige Bestehen blicken. Apfel, Birne, Sauerkirsche oder auch Zwetschgen und Mirabellen werden zu feinsten Tropfen destilliert. Im Vordergrund stehen stets die schonende Verarbeitung sowie der Erhalt der typischen Aromen. Neugierde auf die Ergebnisse und die Freude am Experimentieren ergänzen nun die Zahl an sortenreinen Apfel- und Birnenbränden. Ein Haselnussgeist und ein Likör mit dem Namen „Adams Abbel“ sowie seit 2017 ein Dry Gin, den Schäfer „Adams Katze“ nennt, sind hinzugekommen. In Kürze soll ein Mirabellen-Ingwer-Likör das Spektrum erweitern. Zur Kontrolle der Qualität nimmt die Brennerei Schäfer jährlich an der Prämierung von Edelbränden in Rheinland-Pfalz teil, wo man sich mit den besten Wettbewerbern messen lassen kann.

2017 wurde Jörg Schäfer mit dem Ehrenpreis des Odenwaldkreises gewürdigt. Sein Quittenbrand von Odenwälder Streuobstwiesen war in diesem Jahr stolzer Sieger in der Kategorie Kernobst gewesen. 2018 gab es bei der rheinlandpfälzischen Prämierung für herausragende Leistungen sogar den Ehrenpreis. Die Erzeugnisse können in der Gaststätte „Zum Löwen“ verkostet und erworben werden. Diese hat montags und donnerstags ab 18 Uhr sowie samstags von 10 bis 13 Uhr für die Kunden geöffnet.

Achtung: Im Rahmen des Apfelherbstes stehen elf Apfelsorten der heimischen Obstwiesen aus Schäfers Destille zum Probieren an! Vom 15.September bis zum 31. Oktober erhalten die Kunden beim Kauf einer 0,5 Literflasche eine Broschüre mit der Beschreibung der Apfelsorte, deren Eignung und die Produktbeschreibung des Brandes. Einen Apfel der erworbenen Sorte gibt es noch obendrauf. Es stehen zu Wahl: Goldparmäne, Kaiser Wilhelm, Brettacher, Rheinischer Bohnapfel und Roter Trierer Weinapfel. Hinzu kommen Gravensteiner, Bürgstädter Roter, Idared, Jonatan, Boskoop und Jonagold.

Beim Apfelschneiden hilft die ganze Familie mit. (Foto: privat)

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Tanz bei offenen Türen

Max Bäumlisberger erklärt den Apfelwalzer

FÜRTH / ERLENBACH (mng.) Nachdem der Umzug in die neuen Räumlichkeiten abgeschlossen ist, bietet das Team um Max Bäumlisberger seinen Gästen nun einen „Tag der offenen Brennerei“ an. Am Samstag, dem 27. Oktober, darf man die schmackhaften und hochprozentigen Erzeugnisse probieren und im Apfelweinkeller auch den namensgebenden Apfelwalzer verkosten. Während des Besuchs erfahren die Freunde flüssigen Obstes, wie aus regionalen Äpfeln edle Brände destilliert werden. Die Türen von 10 bis 17 Uhr geöffnet.

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Auf der Kerbmeile wartet der Caipi

KELTEREI PETERMANN kredenzt Genüsse

GROSSOSTHEIM (mng.) Dass die Kerb kommt, finden Petermanns prima. Denn dann bringen die klasse Kelterer ihre Genüsse aus dem Bachgau unter das feiernde Volk. Wer auf der Meile der liquiden Verführungen dann am Stand des Erzeugers aus der Bachstraße steht, darf sich wieder auf ausgesuchte Spezialitäten dieses Traditionsbetriebes mit der Faible für gepflegte Streuobstwiesen freuen: Denn am Sonntag, dem 28.Oktober, öffnet der Familienbetrieb Flaschen und Fässer, um die Gäste mit seinen Köstlichkeiten zu verwöhnen. Herrlich schäumt der unvergleichliche Apfel-Secco und kitzelt die Kehlen der Genießer mit spritziger Frische. Wenn dazu noch der schmackhafte Apfel-Caipi kredenzt wird, kommen schon mal Gefühle wie in Brasilien auf, wo der Caipirinha seine ursprüngliche Heimat hat. Dabei sind Petermanns fantastisch flexibel: Sollte die Sonne nicht satt scheinen und sich der Oktober von einer eher kühlen Seite zeigen, wärmen ein Apfelglühwein oder auch ein heißer Apfel-Holunder herrlich von innen auf. Natürlich fehlt auch nicht der frisch gepresste Most von den Streuobstwiesen des Bachgaues. Aber auch mit verführerischem Federweißen können die Petermanns die Gaumen der Genießer reizen. Als Grundlage sind natürlich die beliebten hausgemachten Apfelpfannkuchen zu empfehlen. Nichts wie hin! Von 12 bis 17 Uhr wird man an der Ecke Breite Straße / Bachstraße vom tollen Team verwöhnt.

Willkommen am Stand der Kelterei Petermann! (Foto: privat)

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„Hereinspaziert zum herrlichen Hoffest!“

ODENWÄLDER FEINE BRÄNDE laden ein

LITZELBACH (mng.) Leider ist Zeitungspapier kein guter Geschmacksträger, sonst könnte man die geballten Genüsse der Gehrigs schon mal im Voraus kosten. Denn was am Sonntag, dem 9. September, auf der beschaulichen Hofreite abgeht, kann sich wahrlich sehen, hören und schmecken lassen. Zum einen fällt dort der Startschuss zur Eröffnungsfeier des zweiten Odenwälder Apfelherbstes mit einer Ausstellung der Streuobstwiesenretter von der südhessischen Bergstraße. Sicherlich werden die Jungs wieder mit ihrem Engagement für die Sache die Gäste begeistern können. Dass es vor Ort auch frisch gekelterten Süßen gibt, ist eine Binsenweisheit, wird er Form halber aber trotzdem erwähnt. Dazu gibt es tüchtig was auf die Ohren. Denn bei den Gehrigs ist dies das fünfte Hoffest mit zünftiger Live-Musik. Angeschlossen ist ebenfalls ein kleiner Markt, der viel Feines bieten wird. Im wiederhergestellten uralten Backofen harren frische, knusprige Brote der Vertilgung, wobei auch anderes Backwerk die Münder der Menschen passieren wird. Und denk´ mal einer an: Zum siebten Mal ist man ebenso Gast beim europaweiten Denkmaltag auf dem denkmalgeschützten Waldhubenhof der emsigen Familie mit den hochprozentigen Spezialitäten. Um 11.30 Uhr geht es mit einem ökumenischen Gottesdienst los, danach sprudelt der Schokoladenbrunnen für Jung und Alt. Im Anschluss nimmt Erlebnispädagoge und Förster Peter Hahn die Gäste auf Abenteuersuche mit in die Natur. Kurz: Vier Höhepunkte an nur einem Tag. Von 11 bis 19 Uhr ist man dabei. Und dazu Odenwälder Feine Brände. Was will man mehr?

Was will man mehr? Wenn Gehrigs zum Hoffest laden, herrscht immer großer Andrang. (Foto: privat)

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Geniale Gerichte rund um den Apfel

HAUS AM MÜHLBERG zaubert Gutes auf den Tisch

BRANDAU (mng.) An den Wochenenden vom 14. September bis zum 15. Oktober erweitert Martina Horn die gewohnte Speisekarte mit interessanten Zugaben. Die Gastgeberin fügt den sowieso schon verführerischen Genüssen allerlei um den Apfel hinzu. Somit kann man auf der schönen Terrasse oder in der gemütlichen Gaststube kulinarisch am Apfelherbst teilnehmen. Will heißen, schon jetzt darf man sich auf wunderbare grobe Bratwurst mit Apfelweinsauerkraut oder auf Apfelweingeschnetzeltes mit Bandnudeln freuen. Für den kleinen Hunger ist natürlich auch was Gutes dabei: Man folgt der Tradition und serviert Odenwälder Kochkäse mit selbstgemachtem Apfelwein. Alles Apfel oder was? Richtig! Zum Nachtisch stehen frischer Apfelstreusel oder prima Apfelweintorte zur Auswahl. Aufgrund der zu erwartenden Nachfrage, wird um eine Tischreservierung gebeten. Familie Horn freut sich auf ihre Besucher und natürlich auf den Apfelherbst!

Das „Haus am Mühlberg“ ist wegen seiner kulinarischen Genüsse immer einen Besuch wert. (Foto: privat)

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Küche und Kelter im Zeichen der Kulinarik

HOTEL – RESTAURANT DORNRÖSCHEN lässt den Apfel sprechen

ANNELSBACH (mng.) Peter Merkel ist ein Koch, der mit festen und flüssigen Genüssen dienen kann. Denn das Kochen ist seine Profession, das Keltern sein Metier. Bereichert werden diese Gaben von den Fähigkeiten der Ehefrau Carola, die als gelernte Konditorin sagenhaft Süßes draufsetzt. Und so isst man sich in den Oktober mit „Annelsbacher Kartoffelsuppe“ hinein, welche die Grundlage für „Apfelweingebeizten Rinderbraten samt Ballekläjs““ bildet. Da kommt auch „Dornröschens süße Kartoffeltorte“ zum Schließen der Magenpforte gerade recht. Denn all dies sind Kreationen, die die ODENWÄLDER KARTOFFELWOCHEN adeln. Anbei vervollständigen „Pfannenkuchen bis zum Platzen“ das leckere Menü. Doch keine Angst, Explosionsgefahr besteht nicht! Ebenso wird man nicht bei den sagenhaften Schoppen aus den Tiefen der Merkelschen Keller auseinanderfahren, da die Zeiten, in denen Apfelwein ein Garant für einen Blähbauch gewesen ist, mittlerweile vorbei sind. Lange schon bestimmen Hygiene und sauberes Arbeiten die Vorgänge unter Tage. Kommen wir aus dem Keller herauf: Zu den Kartoffelwochen bieten Merkels ein tolles Arrangement an, das Übernachtung mit Frühstück, eine Apfelweinprobe und ein Vier-Gänge-Menü vereint. Jetzt gehen wir wieder in den Keller hinab: Dort bietet der Apfelwein – Professor, wie Peter Merkel manchmal genannt wird, an den Samstagen des 13. Oktober und des 27. Oktober ab 17 Uhr Führungen an, welche die Teilnehmer über die Techniken des Kelterhandwerks informieren. Und weil das Probieren bekanntlich über das Studieren geht, sind diverse Schlucke von den Schoppen schon vorgesehen. Dazu plaudert der Kelterer Heiteres und Geschichtliches zur Historie des Hauses und zur Apfelweintradition aus. Machen sie sich also auf witziges und unterhaltsames Schoppengeschwätz gefasst! Anbei warten fünf Apfelweinspezialitäten und herzhafte Häppchen. Für diese kurzweilige Stunde wird um Voranmeldung gebeten. Aktuell sind neben dem Hausschoppen von der Streuobstwiese, der sortenreine Goldparmäne, der sortenreine Hauxapfel und ein Cuvee aus Erbachhofer und Bürgstädter Rotem erhältlich. Noch einmal raus aus dem Keller: Wer jetzt schon Lust auf Äpfel hat, der haut ab Sonntag, dem 9. September, schon bei Carolas „Annelsbacher Apfelweintorte“ richtig rein. Guten Appetit und Prosit! Übrigens: Ganz neu im Programm sind Apfelweintrüffel „Pomme d´or“, die echt goldigen Pralinen. Und frischen Süßmost gibt es ab dem 8. September während des kompletten Kelterherbstes.

Carola und Peter Merkel beim entspannten Probieren in den Tiefen des Kellers. (Foto: Ernst Wrba)

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Die Apfel-Kartoffel-Bratwurst ist total regional und überzeugt Genießergaumen

Kooperation ODENWALD-GASTHAUS gibt dem heimischen Herd die Ehre

ODENWALD (mng.) Wie schmeckt der Odenwald? „Darüber sinnieren die Gastgeber in den Partnerbetrieben immer wieder aufs Neue“, schreibt die Kooperation Odenwald-Gasthaus in ihrer Pressemitteilung. Auf Anregung von Jochen Katzmaier, Küchenchef im Odenwald-Gasthaus Hotel Haus Schönblick, entschlossen sich die Genusshandwerker eine besondere Bratwurst zu kreieren: „Denn was passt besser zusammen als Odenwälder Äpfel, Kartoffeln und hochwertiges Fleisch aus der Region?“, fragten sich die kreativen Köche und waren sich schnell einig. Nun gibt es diese Odenwälder Apfel-Kartoffel-Bratwurst exklusiv in den neun Betrieben der regen Regionalaktivisten. Apfelwein-Sauerkraut und Kartoffelpüree kommen als klassische Beilage hinzu. „Unsere Bratwurst ist mit schön großen Kartoffelstücken und der Frische vom Apfel eine sehr schmackhafte Kreation“, freut sich Jochen Katzmaier. Dazu kommentiert Armin Treusch, Seniorchef der Johannsstube in Reichelsheim: „Regionale Produkte, wie Äpfel, Kartoffeln sowie regional erzeugtes Fleisch in einem Produkt, das für den vielfältigen Geschmack des Odenwaldes steht, zu vereinen und in unseren Partnerbetrieben exklusiv den Gästen zu präsentieren, das ist unser Anliegen.“ Die prima Bratwurst wird während dieses Odenwälder Apfelherbstes in allen Partnerbetrieben der Kooperation Odenwald-Gasthaus angeboten.

Regionale Genuss-Aktivisten präsentieren die Erste Odenwälder Apfel-Kartoffel-Bratwurst: Gerhard Fritz, Rainer Schäfer, Christian Wirth, Thomas Löw, Jochen Katzmaier, Werner Lossin sowie Armin Treusch, v.l.n.r. (Foto: Kooperation Odenwald-Gasthaus)

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Führungen durch den Familienbetrieb geben Einblick ins Geschehen

KELTEREI KRÄMER macht die Türen weit auf

BEERFURTH (mng.) Naht die Mitte des Septembers, beginnt in der seit 1928 bestehenden Kelterei Krämer die Saftproduktion. Aus einem weiten Umkreis werden die reifen Äpfel auf dem Hof des Familienunternehmens angeliefert und sorgen in ihrer Sortenvielfalt für ein breites, aromatisches Spektrum an Düften. Da wächst der Wunsch nach einem Glas frisch gepressten Apfelsaft aus dem Kelterraum, der auch im Rahmen des diesjährigen Apfelherbstes vom Team erfüllt wird: Am 15. September öffnet die Kelterei Krämer von 10 bis 15 Uhr zu stündlichen Führungen. An diesem Tag können die Besucher die Anlieferung und das Pressen der Äpfel mitverfolgen und dabei gleich den frisch gepressten Süßen genießen. Dieser ist natürlich ungefiltert und nicht erhitzt, womit er über alle gesunden Inhaltsstoffe und seine verführerischen Aromen verfügt. Thema der Führung ist auch die eigene Historie, schließlich begeht man in diesem Jahr das 90jährige Bestehen des Betriebes. Dem Anspruch stets einen schmackhaften Apfelwein herzustellen, konnten die Krämers mit schrittweisen Modernisierungen immer gerecht werden. Nach der Führung durch die Kelterei erwartet die Gäste ein Snack und selbstverständlich die Verkostung der prima Produkte, vorzüglich des Apfelweins. In der Apfelwein-Lounge kann man einen speziell gemixten Cocktail genießen, unter anderem auch eine Variante ohne Alkohol. Es stehen interessante Mix-Getränke und bunte Saft-Kombinationen für die kleinen Gäste bereit. Da jeder alles mitbekommen soll, sind die Führungen auf 18 Personen begrenzt. Es wird um Anmeldung gebeten. Treffpunkt ist die Annahmestelle für Äpfel an der Crumbacher Straße 26 im Reichelsheimer Ortsteil Beerfurth. Wer teilnehmen möchte, meldet sich unter der Email: a.braun@kelterei-kraemer.de an.

Sie wissen, wie man einen guten Apfelwein erzeugt: Geschäftsführer Stefan Krämer mit seinen Eltern. (Foto: privat)

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Armin Treuschs diebische Freude am sortenreinen Genuss

JOHANNS STUBE kredenzt nicht nur die üblichen Verschnitte

REICHELSHEIM (mng.) Der kreative Kelterer schmunzelt siegessicher, denn er weiß, dass das schmeckt, was da aus der Flasche fließt. Schon lange liebäugelt Armin Treusch mit den Winzern und orientiert sich am Traubenwein. „Warum soll ein Apfel nicht das werden dürfen, was bei der Lese in den Rebenhängen doch eher die Regel denn die Ausnahme ist?“, fragte sich der Gastronom zu Beginn seiner Versuche. Herausgekommen sind prima Jahrgänge, deren Geschmack auf der Zunge jubelt: Kredenzt im Weißweinglas und ausgeschenkt aus der Bordeaux-Flasche hat Treusch den vor 20 Jahren als bäurisch und altfränkisch gebrandmarkten Apfelwein aus dem Bembel gezerrt und auf die Tafel gebracht. Gegen die kernigen Verschnitte hat der Kenner keineswegs was einzuwenden, doch weiß Armin Treusch, dass ein Apfel auch sortenrein mundet. Jeder Typus der tollen Frucht hat seinen eigenen Charakter und diesen enthält der Odenwaldgasthaus-Wirt seinen Gästen nicht vor. Alte Sorten von Hochstämmen kommen als Geschmacksüberraschungen in die Kehlen. Über 25 Varianten können verkostet und in der hauseigenen Pomothek erworben werden. Lust auf die „Gräfin von Paris“? Dann hole man sich die Dame ins Glas! Oder auf die „Köstliche von Charneux“? Bestellung reicht und der Traum erscheint! Übrigens: Zu den „Odenwälder Kartoffelwochen“ gibt es bei Treuschs „Gefüllte Kartoffelklöße auf Apfelwein-Rahmsauerkraut und Kartoffelgulasch vom Odenwälder Wildschwein sowie Lachsforellen-Schnitzel in Kartoffelkruste mit Herbstgemüse in Estragon-Soße“, wie die Vorschau verrät. Was passt als Getränk dazu? Sortenreiner Apfelwein!

Stolz auf seine sortenreinen Flaschenabfüllungen ist Armin Treusch. (Foto: Blofield)

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Beste Bewirtung und historisches Ambiente

Im GASTHAUS „ZUR TRAUBE“ lebt täglich die Gemütlichkeit

REICHENBACH (mng.) Die zentrale Lage, das hübsche Interieur und sein rustikales Äußeres zeichnen dieses Lokal aus. Die Front mit dem renovierten und nach den Vorgaben des Denkmalschutzes erfolgten Aufbau spricht das Auge an. Dazu kommt der Platz, an dem jeder vorbei muss, der nach Bensheim möchte oder in den Odenwaldkreis will. Außerdem liegt das Felsenmeer in unmittelbarer Nähe. Im Jahr 1369 als Mühle erstmals erwähnt, und seit 1776 als Gasthaus „Zur Traube“ geführt, haben die Besitzer ein Kleinod zum Mündel, das aber auch fordert: „Seit vielen Jahren sind wir fast ununterbrochen am Restaurieren“, erzählt Wolfgang Mink.

In drei Wirtschaftsräumen können die Gäste hervorragend speisen. „Leben und leben lassen“, ist hier die Devise. Besonders Vereine nutzen die Kapazitäten mit rund einhundert Sitzplätzen. Dazu können sich bei gutem Wetter zirka 60 Personen auf der hübschen Terrasse des Biergartens niederlassen. Hinzu kommt im oberen Stockwerk ein Saal mit Bühne, nach dem sich so mancher Gastronom sehnt: Um 1900 wurde das Schmuckstück mit seiner Empore und der barock anmutenden Erhöhung für die Künstler geschaffen. Beste Bühnentechnik samt beeindruckendem rotem Vorhang ist vorhanden.

Ideal ist dieser hübsche Raum mit seinen 130 Plätzen und der Empore zudem für Musikgruppen oder Theateraufführungen. Gutbürgerlich bezeichnet der Hausherr die solide und ehrliche Küche, wobei durchaus auch Fisch oder Wild mal auf den Tisch kommen kann. Zudem liefern Minks Büffets nach Wunsch im Rahmen des Caterings an Privatpersonen. Zwei Gästehäuser mit 14 Zimmern und 32 Betten ergänzen das schöne Ensemble des historischen Lokals. Dies ist ideal für Kurzurlauber. Denn die Bleibetendenz ist hoch! Übrigens: Auch Open-Air-Veranstaltungen sind möglich.

Direkt neben der Kirche beeindrucken die Mauern des Gasthauses „Zur Traube“ in Reichenbach. Empfehlenswert für Aufführungen, Musik oder auch Feierlichkeiten ist der bildschöne Saal mit Bühne. (Foto: mng)

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Verpackter Apfelbrand adelt die Theke der Verführung

TRÜFFEL-SCHMUNK gibt Prozente in die regionale Praline

Bei diesem Angebot gerät selbst der Erzeuger ins Träumen. (Foto: Michael Lang)

GROSS-BIEBERAU (mng.) Obst steht ganz oben auf der Liste der gesunden Lebensmittel. Dies weiß auch Konditor Erich Schmunk und hat seiner an sagenhaften Schätzen reichen Verkaufstheke nun einen Apfelbrand-Trüffel hinzugefügt. Somit werden fünf weitere Kreationen durch ein Top-Erzeugnis ergänzt. Diese sind in Zusammenarbeit und mit den Produkten der Hüttenthaler Molkerei und der Schokolade der Firma Eberhardt aus Beerfurth entwickelt worden. In diesem Falle kommen Äpfel von Schmunks Wiese hinzu und ergeben im Aroma eine herrliche Harmonie auf der Zunge. Super Sahne, beste Butter, schmackhafte Schokolade und dazu lokal gemaischte und bei Thomas Göbel in Reinheim destillierte Äpfel. Mehr Herz für die Heimat geht nicht. Nimmt man die Kompositionskünste des kreativen Konditors hinzu und lässt das Aroma wirken, muss man von einer Arie auf den Apfel sprechen, die im Mund zu einem Kunstwerk der Genussküche verschmilzt. Insgesamt fertigt Erich Schmunk 40 bis 50 Sorten seiner tadellosen Trüffel, die bis zu Muttertag erhältlich sind. Zudem ist der Mann mit den runden Schokokugeln auch auf zahlreichen Märkten anzutreffen.